Rettungsgeschichte

 


Sanierungsarbeiten 1936

Sanierungsarbeiten 2012

Wie der Turm bis heute gerettet wurde

Der Einsturz eines Erdfalls in der Nähe der Oberkirche im Jahr 1908 war Anlass zur Besorgnis um das Fortbestehen der Oberkirche. Seitdem kämpfen engagierte Bürger zusammen mit Geologen und Architekten um die Rettung des Turms.
Zahlreiche bauliche Maßnahmen wurden unternommen, um der Neigung Einhalt zu gebieten:

  • 1911 wurden zunächst Stützpfeiler an der Ost- und Nordseite angebracht. Sie   neigten sich jedoch schneller als die Kirche selbst und sind mittlerweile wieder abgetragen worden.
  • Untersuchungen zum Untergrund der Kirche wurden in den Jahren 1920, 1925 und 1935 vorgenommen.
  • Aufbauend auf den Ergebnissen ließ der damalige Projektleiter Prof. Rüth in den Jahren 1935/36 den Turm als Gesamtkörper stabilisieren. Die von ihm installierten Eisenringe um den  Turm mit einer Verankerung am Langhaus erwiesen sich als sehr wirksam für den Erhalt der Kirche.
  • Seit 1999 wurden mehrere Untersuchungen und Stabilisierungsmaßnahmen verwirklicht, u. a. wurde 2009 eine wirksame Baugrundverfüllung durchgeführt. Nachdem die Neigungsgeschwindigkeit – gemessen an der Turmspitze – seit 1970 bei etwa 6 cm pro Jahr lag, konnte diese mit lokalen Baugrundverfüllungen im Jahr 2009 auf etwa  2 cm im Jahr verringert werden.
  • Im Jahr 2012 konnten dank der eingegangenen Spenden weitere dringende bauliche Sicherungsmaßnahmen im Wert von 90.000 € umgesetzt werden:
    • Das Außenmauerwerk des Turmes im Bereich der Südwestecke wurde durch Stahlteile und -seile gesichert.
    • Die Schiefereindeckung der Laterne des Turmes wurde repariert und ab der ersten Laterne zusätzlich durch Netze gesichert.
    • Der Baugrund wurde durch Injektionen im Bereich zwischen 3 m bis in 8 m unterhalb der Fundamente auf der Ost- und der Nordseite vergütet.
    • Der turmnahe Außenbereich auf der Nord- und Ostseite und im Bereich des Kirchenschiffes wurde durch eine Lehmschüttung so abgedichtet, dass ein unmittelbarer Feuchteeintrag in den Gründungsbereich eingeschränkt ist.
    • Die seit 2007 betriebene elektronische Dauerüberwachung der Schiefstellung und Ankerkräfte wurde mit einer erneuerten technischen Ausrüstung versehen.

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