Pressemeldung 05.12.2011

Stadtrat entschied soeben für die Übernahme des schiefen Turmes in kommunales Eigentum

In einer sehr gut besuchten Stadtratssitzung von Bad Frankenhausen hat sich der Stadtrat der Kurstadt mehrheitlich für den Erwerb des schiefen Turmes entschieden und stellt für die ersten Stabilisierungsmaßnahmen 50 T€ an finanziellen Mitteln zur Verfügung.
Bevor die Stadträte ihre Beratung zum Tagesordnungspunkt begannen, hatten zahlreiche Bürger die Möglichkeit genutzt und ihren Standpunkt zum schiefen Turm geäußert. Die große Mehrheit der weit über 100 Bürger war für den Erhalt der Oberkirche und damit für die Übernahme durch die Stadt.
Der Prüfstatiker Dr. Trabert erläuterte den anwesenden Stadträten und Gästen noch einmal das Sanierungskonzept um nahm die Angst den Beteiligten, dass der schiefe Turm jederzeit einzustürzen droht.
Nach über 2 stündiger Diskussion zum Tagesordnungspunkt kam es zur Abstimmung. Zuvor stellte die CDU-Fraktion den Antrag, den schiefen Turm zwar zu übernehmen aber diesen dann selbst sofort abzureißen. Die Begründung lautete: schließlich hätte man dann ein lukratives Grundstück von 3.700 m² für einen symbolischen Wert von 1,-€ erworben und könnte dies z.B. zur Wohnbebauung vorsehen. Doch die Mehrheit der anwesenden Stadträte entschied sich für die Übernahme und damit für erste Sanierungsmaßnahmen. Von 19 Stadträten stimmten 9 dafür, 7 dagegen und 3 enthielten sich. „Die getroffene Entscheidung ist eine gute und weise Entscheidung für unsere Kurstadt, für unseren schiefen Turm. Ich danke allen, die unermüdlich gekämpft haben und heute belohnt wurden“, so der Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen Matthias Strejc (SPD).
Dauerhaft ist mit dem Stadtratsbeschluss der Turm dennoch nicht gesichert. Die Kommune wird erste Stabilisierungsmaßnahmen Anfang 2012 durchführen. Dafür stellte der Stadtrat 50 T€ zur Verfügung. Die gleiche Summe wird der Förderverein beisteuern. Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, dann hat die Stadt Bad Frankenhausen Zeit, bis zum Jahr 2014 die gesamte Stabilisierungsmaßnahme mit den 2 großen Stützpfeilern umzusetzen. Die notwendigen Mehrkosten von 800 T€ will die Stadt mit Hilfe u.a. von Bundesmitteln, Stiftungsmitteln und Spenden zusammen bekommen. Sollte die Stadt dieses Ziel nicht erreichen, dann muss die Stadt 2014 den schiefen Turm abreißen. „Aber dazu werden wir es nicht kommen lassen. Wir haben nun die nötige Zeit, intensiv und in aller Ruhe finanzielle Mittel einzuwerben, damit das Wahrzeichen und ein ganz besonderer touristischer Leuchtturm dauerhaft erhalten bleibt.“ So Matthias Strejc, Bürgermeister der Stadt Bad Frankenhausen.

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Pressespiegel zur Rettung des Turmes

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